Jetzt geht's dem Hemd an den Kragen: der große Kragen-Guide

Kent-Kragen

Beim Kent Kragen handelt es sich um den Klassiker für Anzüge – egal ob fürs Business oder in der Freizeit. Der Allrounder ist der am weitesten verbreitete Hemdkragen und eröffnet seinem Träger vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Seine geringe Kragenhöhe und die nicht allzu weit voneinander entfernt liegenden, spitz zulaufenden Kragenschenkel erlauben das Tragen unterschiedlicher Krawattenformen, Krawattenknoten, Fliegen und Sakkos. Wer den Kent-Kragen zum Anzug oder Sakko kombiniert, sollte darauf achte, dass die Kragenspitzen vom Revers des Anzugs verdeckt werden. Aber auch ohne Sakko und Krawatte sieht der Kent Kragen stets modern aus – besonders lässig ist die Kombination eines Kent-Kragen-Hemds mit einer Lederjacke. Benannt ist dieser Kragentyp übrigens nach George, dem 1. Duke of Kent. Dieser fühlte sich durch die zu der Zeit modernen, großen Krawattenknoten beengt. Er ließ einen Schnitt entwickeln, der es ihm erlaubte, diese Mode zu umgehen. Kleiner Tipp: Der Kent-Kragen unterstreicht lange, schmale Gesichter besonders gut.

Kent_Kragen_classic_Herrenhemd_Hemd_Businesshemd_Freizeithemd_VerdtoneCqK6yCkI4fBDc

 

 

New-Kent-Kragen

Er ist die moderne Form des Kent-Kragens: der New-Kent-Kragen. Die Spitzen seiner Kragenschenkel sind im Vergleich zum Kent-Kragen leicht abgerundet und verleihen dem Hemd ein weniger hartes Erscheinungsbild.

Newkent_Kragen_Kent_Herrenhemd_Hemd_Businesshemd_Freizeithemd_Verdtone

 

 

Hai-Kragen, auch Windsor-Kragen

Er ist eine der ältesten und berühmtesten Kragenformen: der Hai-Kragen oder auch Windsor-Kragen genannt. Berühmt wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts durch Eduard VIII., den Duke of Windsor. Er bevorzugte für offizielle Anlässe sowie privat breite Krawatten mit großen Krawattenknoten. Da die Männermode der Zeit keine Hemden bot, die diese Kombination vorteilhaft zuließen, ließ er ein Design entwickeln und seine Hemden maßschneidern. Heute sind der Hai bzw. Windsor-Kragen ein Muss in jedem Kleiderschrank. Am besten kombiniert man sie noch heute zu breiten Krawatten sowie zu Business-Sakkos mit breiten, tiefen Ausschnitten. Aber Vorsicht: Diese Kragenform ist nicht für Männer mit rundem Gesicht geeignet, da die weiten Kragenschenkel den Kopf noch rundlicher und gedrungener erscheinen lassen.

Haikragen_Hai_Kragen_Hemd_Herrenhemd_Windsorkragen_Windsor_Businesshemd_Freizeithemd_Verdtone 

 

 

Cutaway-Kragen

Beim Cutaway spreizen sich die Kragenschenkel fast in die entgegengesetzte Richtung. Der Kragenausschnitt ist dadurch besonders breit. Den Cutaway kann man deshalb gut mit und ohne Krawatte kombinieren. Wer sich allerdings für eine Krawatte entscheidet, sollte einen großen, breiten Knoten wählen, um den Zwischenraum der Kragenschenkel angemessen auszufüllen.

Cutaway_Kragen_Hemd_Herrenhemd_Freizeithemd_Businesshemd_ohneKrawatte_Verdtone

 

 

Button-Down-Kragen

Hallo lässig! Beim Button-Down-Kragen handelt es sich um die legerste Kragenform bei Herrenhemden überhaupt. Trotzdem ist ihre Kragenform sowohl für den Business- als auch für den Freizeitbereich angemessen. Für die Businessvariante einfach mit einer sportlichen, schmalen Krawatte und einem feinen Krawattenknoten kombinieren. Beim perfekten Freizeitlook darf der obere Hemdknopf geöffnet bleiben. Das unterstreicht noch einmal das lässige Auftreten. Wer keine Modesünde begehen möchte, muss die Knöpfe an den Kragenspitzen immer festknöpfen! Achtung: Diese Form des Hemdkragens ist nichts für Männer mit einem sehr ausgeprägten, kantigen Kinn oder Doppelkinn! Der Kragen betont die Kinnpartie sehr stark.

Button-Down-Kragen_Buttondown_Herrenhemd_Hemd_Kragen_Verdtone_Knopf_Businesshemd_Freizeithemd

 

Under-Button-Down

Hierbei handelt es sich um ein Button-Down-Hemd, dessen Knöpfe nicht oben an den Kragenspitzen geknöpft werden, sondern unterhalb. Sie sind somit unsichtbar. Der Under-Button-Down-Kragen garantiert seinem Träger stets einen perfekten Sitz, da sich der Kragen unauffällig an das Hemd anschmiegt.

 

 

Kläppchen-Kragen, auch Vatermörder genannt

Kläppchen-Kragen finden sich fast ausschließlich bei Smokinghemden bzw. Galahemden. Diese wirken durch ihren körperbetonten Schnitt, die zumeist verdeckte Knopfleiste und vor allem ihre weiße, Creme-, Champagner- oder Elfenbeinfarbe besonders edel und elegant. Der Kläppchen-Kragen unterstreicht dieses Erscheinungsbild noch einmal. Er liegt eng am Hals an. Der untere Teil steht wie bei einem klassischen Stehkragen. Die Kragenspitzen werden jedoch nach vorne umgeschlagen, sodass sie die passenden Accessoires zum Kläppchen-Kragen perfekt einrahmen: die Fliege, die Schleife oder den Doppelbinder! Den Beinamen Vatermörder trägt der Kläppchenkragen übrigens seit mehr als 100 Jahren. Damals waren die Hemdkragen so doll gestärkt, dass der am Hals eng anliegende Stoff stark am Hals scheuerte und zu Hautirritationen führen konnte.

Tuxedo_Kragen_Kl-ppchen-Kragen_Vaterm-rder_Galahemd_Smokinghemd_Businesshemd_Fliege_Verdtone

 

 

Tabkragen

Bei einem Herrenhemd mit Tabkragen handelt es sich um ein Businesshemd, ein sogenanntes reines Krawattenhemd. An seinen Kragenschenkeln ist eine Lasche angebracht. Diese hält nicht nur den Kragen perfekt in Form, sondern hilft auch, die Krawatte prominent zu präsentieren und optimal hervorzuheben. Mit dem Tabkragen wird der Businessauftritt garantiert perfekt. Tipp: Den Tabkragen nur mit mittelbreiten Krawatten und Krawattenknoten kombinieren. Sonst lenken Krawatte und Knoten die Aufmerksamkeit aus dem Gesicht ausschließlich auf das Accessoire.

Tabkragen_Tab_Kragen_Hemd_Herrenhemd_Businesshemd_Freizeithemd_Herrenmode_Verdtone

 

 

Pin-Kragen

Bei dieser Variante handelt es sich um einen sehr auffälligen Kragen. Seine Schenkel werden durch einen sogenannten Pin, einen Metallstab mit zwei kleinen abgerundeten Kugeln an den Ende, in Form gehalten. Der Pin wird dabei durch die extra für ihn vorgesehenen Löcher in den Schenkelspitzen des Kragens geführt. Wer nicht wie ein amerikanischer Cowboy aussehen möchte, kombiniert diese Kragenvariante mit einer schmalen bis mitteldicken Krawatte und einem nicht allzu großen Krawattenknoten. Der Pin hält den Knoten in Form und unterstreicht ihn. Wäre der Knoten zu groß gewählt, wirkt das ganze Outfit gedrungen.

Pin_Kragen_Herrenhemd_Hemd_Businesshemd_Freizeithemd_Cowboy_Verdtone

 

 

Club Kragen

Das markanteste Merkmal des Clubkragens sind seine runden Kragenspitzen. Angeblich soll dieser Kragen auf die Schüler des Eton College in England zurückgehen. Damit jeder auf den ersten Blick sehen konnte, zu welchem College welcher Schüler gehört, wurden spezielle College-Krawatten gefertigt, ähnlich einer Schuluniform. Den Schülern aus Eton soll dieses gemeinsame Erkennungszeichen nicht gereicht haben, sodass sie die Kragen ihrer Hemden rundlich abschnitten. Heute kann der Club Kragen mit oder ohne Krawatte zu allen Anlässen getragen werden.

Club_Kragen_Eton_Herrenhemd_Hemd_Feizeithemd_Businesshemd_Verdtone

 

 

Mandarin-Kragen, auch Schornsteinkragen

Bei dem Mandarienkragen handelt es sich um eine westliche Interpretation des traditionellen chinesischen Stehkragens, der zur Zeit der Qing-Dynastie (17. Jahrhundert) am chinesischen Hofe getragen wurde. Sein bekanntestes Beispiel, dem er auch den Namen Schornsteinkragen verdankt, findet sich an den schwarzen Uniformen von Schornsteinfegern. Der Kragen ist dabei gerade geschnitten und steht ebenso gerade nach oben. Der Mandarinkragen kann, je nach Design, vorne mit einem Knopf verschlossen werden oder muss aufgrund der abgerundeten Kragenspitzen offen getragen werden. Dieser Kragen ist übrigens ebenso für Herren- wie für Damenmode geeignet.

Mandarin_Kragen_Schornsteinkragen_Herrenhemd_Hemd_Stehkragen_Businesshemd_Freizeithemd_Verdtone

 

 

Stehkragen

Heute kennt man den Stehkragen fast ausschließlich von Uniformen, doch um 1850 herum war das Tragen eines Stehkragens ein Muss für den modebewussten Mann. Damals waren Kragen noch nicht mit dem Hemd vernäht, sondern wurden als modisches Accessoire nachträglich umgebunden. Dies erleichterte die Reinigung und Stärkung. Der Stehkragen wurde, ähnlich einer Halskrause oder Halsmanschette, um den Hals gebunden und reichte vom Schulteransatz bis zum Kinn. Heute gibt es diese strenge Form des Stehkragens nicht mehr. Die Stehkragen an Uniformen sind heute nur noch halbhoch und enden zumeist unterhalb des Kehlkopfes.

 

Breiter Kragen

Breite Kragen eignen sich perfekt für die Kombination mit breiten, dicken Krawatten und Krawattenknoten. Dabei sollte aber, ebenso wie bei schmalen Kragen, der Anzug bzw. das Sakko der Breite des Kragens angepasst werden. Natürlich kann man einen breiten Kragen ohne Krawatte tragen. Aber Achtung: Niemals mit einer Fliege kombinieren!

 

Schmaler Kragen

Einen schmalen Kragen kann man am besten mit einer ebenso schmalen Krawatte kombinieren. Dabei sollte man aber unbedingt die Breite des Anzug- oder Sakko-Revers der Breite des Kragens anpassen. Wer den schmalen Kragen ohne eine Krawatte tragen möchte: Nur zu! Aber: Der Kragen sollte gut gebügelt und eventuell gesteift sein, damit er sich beim Tragen nicht unauffällig aufrichtet! Ohne Krawatte kann man Hemden mit schmalen Kragen ebenso zum Strickpullover wie zur Lederjacke kombinieren.

 

Eton Kragen

Der Eton Kragen ist eine Mischform aus dem Kent- und dem Haikragen. Seine Kragenschenkel sind weniger gespreizt als beim Haikragen, allerdings weiter als beim Kent-Kragen. Der Steg des Eton Kragens ist höher als bei seinen beiden Vorbildern. Ob mit oder ohne Krawatte – der Eton-Kragen ist stets ein hochwertiger, modischer Begleiter. Dies unterstreichen nicht zuletzt seine dezent gesetzten Ziernähte.

 

Bristol-Kragen

Herrenhemden mit Bristol-Kragen sind die perfekten modischen Begleiter für kleinere Männer. Die verlängerten Kragenspitzen des Bristols strecken das Erscheinungsbild des Trägers und lassen ihn größer wirken. Zudem ist der Bristol Kragen perfekt für dickere Krawatten und Krawattenknoten geeignet. Denn durch seine Steifigkeit und Dicke verrutschen die Kragenspitzen auch bei breiten Krawatten nicht.

 

Kontrastkragen

Beim Kontrastkragen handelt es sich weniger um eine eigenständige Kragenform, denn viel mehr um ein optisches Highlight des Herrenhemds. Wie der Name schon sagt, hebt sich dieser Kragen zumeist farblich vom Rest des Hemdes ab. Ob unifarbenes oder gemustertes Hemd – der Kontrastkragen, oft in schlichtem Weiß gehalten, wertet die Optik des Hemdes auf. Zumeist handelt es sich bei der Kragenform des Kontrastkragens um einen Kent, New-Kent oder Haikragen.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.